Borderline

Borderline begegnen - Miteinander umgehen lernen

Die Dynamik der Borderline-Störung setzt nicht nur Betroffene unter permanenten Stress. Auch die Beziehung zwischen Borderline-PatientInnen und therapeutisch/ pflegerisch Tätigen ist für beide Seiten emotional aufwühlend und krisenanfällig:
Wie soll ich mit Konflikten umgehen?
Warum kippt die Beziehung so leicht ins Negative?
Wie kann ich verlässlich sein und Perspektiven vermitteln?
Wie gelingt es mir auf der Ebene selbstfürsorglichen Handelns Vorbild für PatientInnen (und KollegInnen) zu sein?

Antworten auf diese Fragen lassen sich mit Hilfe eines dialogischen Zugangs finden, der Faktenwissen mit einem verstehenden Zugang zum subjektiven Erleben der Betroffenen verbindet (Schoppmann et al. 2015). Über Informationen zum Störungsbildung, Verbreitung und Verlauf und mit Praxisbeispielen zu borderlinespezifischen Erlebens- und Verhaltensweisen, wie Selbstverletzung, Nähe und Distanz und Suizidalität sowie den dahinter liegenden Themen Identität und Grenzen, lassen sich Verstehenszugänge finden.

Praktische Anregungen für den Umgang mit Borderline-Patienten stellen eine Ergänzung zu strukturierten Behandlungsverfahren dar und sind auch in Bereichen der Akutversorgung und Langzeitbegleitung von Menschen mit Borderline hilfreich.

Im Rahmen der Fortbildung wird mit Hilfe ausgewählter Methoden und Übungen demonstriert, wie Borderline sich für Betroffene anfühlt und was sich für Fachleute in der Arbeit mit der Zielgruppe als hilfreich erwiesen hat, um die Arbeitsbeziehung positiv zu gestalten.

Referenten:
Christiane Tilly
Ergotherapeutin, Diplom-Erziehungswissenschaftlerin, Autorin
Termine:
Do, 26. April 2018 10:00 Uhr - 17:30 Uhr
Fr, 27. April 2018 09:00 Uhr - 16:30 Uhr
Dauer:
2 Tage
Lehreinheiten:
16 (Eine Lehreinheit entspricht 45 Minuten)
Fortbildungs-
punkte:

16
Anmeldefrist:
4 Wochen vor Kursbeginn
Kosten:
260,00 €
Teilnehmer:
Ergotherapeuten
Pflegekräfte Psychiatrie
Therapeuten