Geschlechtliche Vielfalt in der psychosozialen Versorgung (Webseminar)
Die Menschen, mit denen wir in der psychosozialen Versorgung arbeiten, sind vielfältig. Sie unterscheiden sich in kulturellen, ethnischen, geschlechtlichen und sexuellen Identitäten, Körpermaßen, Behinderungen und sozioökonomischen Ressourcen. Strukturelle Diskriminierung hat entsprechend viele Gesichter und prägt unser Denken und Handeln oft unabsichtlich. Wir alle sind in einem diskriminierenden System sozialisiert und haben dabei gelernt, Diskriminierung zu reproduzieren, statt sie zu erkennen. Eine gerechte Gesundheitsversorgung gelingt nur, wenn die Akteur:innen diskriminierungssensibel handeln und die Lebensrealität ihrer Klient:innen bewusst einbeziehen.
Vor diesem Hintergrund möchte der Workshop ein grundlegendes Verständnis für die Lebenssituation von inter*, trans* und nicht binären Menschen schaffen und für den professionellen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt in der eigenen Arbeit sensibilisieren. Sensibilität für geschlechtliche Vielfalt bedeutet eine achtsame Haltung gegenüber unterschiedlichen Lebensrealitäten und damit verbundener struktureller Benachteiligung zu entwickeln. Um diese zu entwickeln, braucht es Neugier und Wohlwollen gegenüber uns und unserer eigenen Sozialisation.
Gängige Begriffe im Themenfeld werden genauer betrachtet, Lebensrealitäten und Diskriminierungserfahrungen besprochen und Handlungsmöglichkeiten innerhalb der beruflichen Tätigkeit erarbeitet. Der Workshop möchte – neben der Vermittlung von Wissen – die Selbstreflexion und emotionale Kompetenz im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt fördern. Im Mittelpunkt stehen eine offene, fehlertolerante Atmosphäre und der gemeinsame Austausch. Ziel ist der Abbau diskriminierender und der Aufbau geschlechtssensibler Praktiken im Rahmen der psychosozialen Versorgung.
Inhalte:
- Bewusstsein für strukturelle Diskriminierung
- Diskriminierungssensible Haltung
- Professioneller Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt
- Selbstreflexion und Austausch





