Körperorientierte Interventionen bei neurodivergenten Menschen
Körperorientierte Ansätze bieten eine besondere Chance in der Arbeit mit neurodivergenten Menschen: Die Arbeit mit dem Körper begreift den Körper als eine Ressource und fördert ein positives Körpererleben. Doch im Therapiealltag erhalten die körperlichen Ausdrucksformen neurodivergenter Menschen vergleichsweise oft wenig Raum – oft werden Reizüberflutung, innere Unruhe, Anspannung oder Bewegungsdrang korrigiert oder negativ bewertet.
Wie gelingt es, den Körper sensibel und stimmig in den therapeutischen Prozess einzubeziehen? Wie lassen sich Bewegung, Körperwahrnehmung und sensorische Regulation organisch in eine klassische Therapiestunde einbetten – insbesondere bei Menschen im Autismus-Spektrum oder mit ADHS, denen es schwerfällt, lange zu sitzen, Reize zu filtern oder den eigenen Körper differenziert wahrzunehmen?
Das Seminar bietet einen praxisnahen Einstieg in diese körperorientierte Arbeit. Es vermittelt das theoretische Fundament um neurodivergenten Menschen körperorientiert zu begegnen, ebenso wie konkretes Handwerkszeug zu ressourcenorientierten Interventionen, die kleinschrittig und ohne großen Materialaufwand umsetzbar sind. Impulse zu Fragetechniken und psychoedukativen Elementen ermöglichen eine lebendige Auseinandersetzung und erleichtern den Transfer des gelernten Wissens in den eigenen Therapiealltag.
Inhalte:
- Grundlagen des Körpers bei Neurodivergenz: Wie Reizüberflutung, innere Unruhe, ADHS und Autismus das Körpererleben prägen und als Regulationsfeld dienen.
- Praxisnahe Techniken: Methoden und Übungen zur Bewegung, Körperwahrnehmung und sensorischen Regulation.
- Ressourcenorientierung: Den Körper als positives Ausdrucksfeld begreifen und vorhandene Ressourcen über das Körpererleben zugänglich machen.





