ZEPS – Zugehörigkeit erleben. Perspektive schaffen.

Ein neues ergotherapeutisches Gruppenkonzept zur Förderung von Partizipation!

Psychische Erkrankungen beeinträchtigen die Ausführung sozialer Handlungsrollen und führen zu Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben. Die Ergotherapie hat den klaren Auftrag, Menschen in ihrer sozialen Teilhabe zu unterstützen. Für diese Zielsetzung wurde das Konzept ZEPS entwickelt.

Als innovatives und praktikables Gruppenkonzept entspricht das ZEPS dem Zeitgeist moderner Ergotherapie. Es zeichnet sich vor allem durch seine einfache Umsetzung und Niedrigschwelligkeit aus und ist in allen psychiatrischen Settings einsetzbar. Zur Zielgruppe gehören Menschen mit leichten Schwierigkeiten bis hin zur sozialen Isolation sowie Menschen, welche noch nicht als gruppenfähig gelten. Im Fokus steht ein absolut druckfreier Zugang, das gemeinsame Erleben und das zugehörig Fühlen.

Das betätigungsorientierte und alltagsnahe Konzept hat zwei Ansätze: Soziale Alltagsaktivitäten Die KlientInnen führen gemeinsam eine alltagsnahe soziale Aktivität (z.B. Kaffeejause) im Gruppensetting durch. Im Fokus stehen hier das Erleben von Zugehörigkeit und positiven Erfahrungen innerhalb einer Gruppe, sowie die Reduktion von sozialen Ängsten.

Themenzentrierte Gesprächsrunden Durch themenzentrierte Gesprächsrunden werden konkrete Handlungsrollen bearbeitet. Die Themen orientieren sich an den jeweiligen Ressourcen und Problembereichen der KlientInnen, zum Beispiel Tagesstruktur, Freizeit oder Produktivität. Ziel ist es, ein Bewusstsein über die vorhandenen, verlorenen bzw. neuen Handlungsrollen zu schaffen. Daran anknüpfend sollen in der Gruppe bzw. im Rahmen einer Einzel-Intervention, Ideen zu den zum Vorschein gekommenen Bedürfnissen erarbeitet werden.

Das ZEPS ist nicht manualisiert und bietet dadurch maximale Flexibilität. Die Einheiten können wahlweise aufbauend oder in sich abgeschlossen durchgeführt werden. Eine Gruppeneinheit entspricht einer Stunde Therapiezeit. Vorbereitend wird im Einzel-Setting gearbeitet, was die erstmalige Teilnahme an einer Gruppe nachweislich erleichtert.

Im Seminar werden die theoretischen Hintergründe vermittelt sowie die praktische Umsetzung des Konzepts vorgestellt.

Inhalte:

  • Evidenzbasierte Grundlagen und theoretische Hintergründe
  • Auswirkungen von psychischen Erkrankungen auf Betätigung, Partizipation & soziale Handlungsrollen
  • Wichtige und häufige Ziele in der ergotherapeutischen Arbeit im Arbeitsfeld Psychiatrie
  • Praktische Anwendung – Methoden, Interventionen, therapeutische Haltung, usw.
  • ZEPS als Chance zur interdisziplinären Zusammenarbeit

Pressemitteilung der FH Wiener Neustadt zum ZEPS

 

Das hat bisherigen Teilnehmern besonders gut gefallen:
"sehr interessant", "tolle Gruppe", "spannende Gruppenarbeiten", "der Therapieansatz", "sehr professionelle u. freundliche Dozentin", "gute Bestätigung für den Alltag", "sehr offene Atmosphäre", "Umsetzung müsste gut klappen", "Wer etwas verändern möchten in den therapeutischen Ansätzen ist hier absolut richtig!"

Referenten:
Nadine Seiringer
Ergotherapeutin im Kaiser Franz Josef Spital in Wien Favoriten, Akutpsychiatrisches Setting
Belinda Geier
Sonderschullehrerin (BEd.), Ergotherapeutin BSc. im therapeutischen Tageszentrum des PSD Wien Favoriten
Termine:
Sa, 04. September 2021 10:01 Uhr - 17:30 Uhr
So, 05. September 2021 09:01 Uhr - 16:30 Uhr
Dauer:
2 Tage
Lehreinheiten:
16 (Eine Lehreinheit entspricht 45 Minuten)
Fortbildungs-
punkte:

16
Anmeldefrist:
4 Wochen vor Kursbeginn
Kosten:
350,00 €
Teilnehmer:
Ergotherapeuten