Körper & Systemik

Manchmal geht es mit Worten nicht weiter in Beratungssituationen. Dann macht es Sinn den Körper zu fragen: Wie geht es dem Körper bei dem Thema? Wo sind Anspannungen, Schmerzen oder Aufregung? Welche körperlichen Impulse gibt es? Was wäre jetzt gut? Und wo hier im Raum?

Dieses Seminar bietet einen Einblick, wie der Körper in Beratungs und Therapiesituationen unter systemischer Perspektive mit einbezogen werden kann. Manchmal gibt der Körper Auskunft darüber, worum es eigentlich geht in einem bestimmten Kontext oder er bietet Lösungsperspektiven, die noch nicht formulierbar waren.

Darüber hinaus kann der Körper als (Selbst-)Reflexionsinstrument genutzt werden, um z.B. den ganz persönlichen Stresslevel zu erkennen und was dann gut wäre zu tun. 

Inhalte:

  • Systemik und Körper
  • Ressourcen- und lösungsorientierter Ansatz in der Körperarbeit
  • Körperübungen zur Selbstwahrnehmung
  • Gefühle und Erfahrungen im Körper ankern
  • Selbstfürsorge
  • Übungen: jedeR für sich, in Kleingruppen und im Plenum

Achtsame Ergotherapie mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern

An diesem Wochenende widmen wir uns folgenden Themen:

  • Wie kann das Konzept der Achtsamkeit für mich als Therapeut:in und für meine großen und kleinen Klient:innen hilfreich sein?
  • Für welche Zielgruppe sind Achtsamkeits-Übungen sinnvoll einsetzbar?
  • Wie entwickle ich eine achtsame Grundhaltung als Therapeut:in?
  • Welche Besonderheiten gibt es bezüglich Achtsamkeit in der Elternberatung?
  • Wie passe ich Achtsamkeits-Übungen für Kinder und Jugendliche an?
  • Wie gestalte ich achtsame Eltern-Kind-Einheiten?
  • Welche Achtsamkeits-Impulse kann ich im Therapie-Alltag setzen?

In die vorgestellte „Achtsame Ergotherapie“ fließen Elemente aus angrenzenden Bereichen wie Yoga, Selbstmitgefühl, Klang und Kommunikation/Sozialkompetenz ein.

Wir begeben uns auf eine spannende Reise in die Achtsamkeit in der Therapie. Interesse und Freude an Selbsterfahrung sind unbedingt erwünscht.

Kompaktkurs Körpertherapie 2022

Der Kurs ist in Niedersachsen als Bildungsurlaub anerkannt.

Ergotherapeut*innen haben die besondere Kompetenz, die individuellen alltagsbezogenen Betätigungsanliegen eines Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und diese zu erhalten und zu verbessern, sodass die Patienten und Klienten mehr Zufriedenheit und Lebensqualität erleben. Bei allen Betätigungen ist es sinnvoll, die kognitive, emotionale und körperliche Ebene mit einzubeziehen, um möglichst ganzheitliche und nachhaltige Effekte zu erzielen.

Unser Anliegen in diesem Kompaktkurs ist es, körperbasierte Ansätze mit betätigungsfokussiertem Blick zu betrachten und beides miteinander zu verbinden. Wir haben eine sorgfältige Auswahl getroffen und stellen Ihnen praxis- und alltagstaugliche Methoden und Ansätze vor, die Ihre Arbeit ergänzen und bereichern sowie die Handlungsfähigkeit und Teilhabe Ihrer Klienten fördern.

Der Kurs ist konzipiert für Ergotherapeut*innen, die im Fachbereich Psychiatrie mit Erwachsenen arbeiten. Interessierte Kolleg*innen anderer Fachbereiche & Berufsgruppen sind willkommen. Die Inhalte eignen sich sowohl zur Anwendung im Einzel- wie auch im Gruppensetting.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, Erfahrungen mit dem eigenen Körper zu machen, da der Kurs aus Praxis-, Theorie sowie Selbsterfahrungs-Anteilen besteht.

Bitte beachten Sie, dass Sie den Kurs nur komplett von Modul I-III buchen & besuchen können; die Teilnahme an einzelnen Modulen ist nicht möglich.

 

Achtsames Selbstmitgefühl (MSC) zur Selbstfürsorge (Webseminar)

Fürsorge für andere bedarf Fürsorge für uns selbst. – Dalai Lama

Wer täglich im Kontakt mit Patienten steht, der weiß das neben dem fürsorglichen, hilfsbereiten und einfühlsamen Umgang mit hilfebedürftigen Menschen, es teilweise auch viel Kraft kosten kann, täglich mit den Leiden der Patienten mitzuschwingen, ihnen versuchen zu helfen und ihnen freundlich gegenüber zutreten.

Wenn wir uns mit Fürsorglichkeit überfordern, kann aus Mitgefühl Stress entstehen, der zu Erschöpfung und Fürsorgemüdigkeit führen kann und mit Symptomen wie Gereiztzeit, gestörter Schlaf, Magen-Darmprobleme, Hautausschlägen oder sozialer Rückzug einhergehen kann. Gerade Menschen in helfenden Berufen benötigen daher immer wieder Auszeiten- Zeiten für sich und ihre Bedürfnisse.

Einfache alltagstaugliche Übungen können daher einen Weg zeigen, das Selbstmitgefühl zu stärken. Denn Selbstmitgefühl ist die Basis, um achtsam mit den eigenen Grenzen umzugehen und diese große Herausforderung gesund zu bewältigen.

Aber auch unsere Patienten können von den Übungen zum Selbstmitgefühl profitieren. Nicht selten verurteilen sich Patienten sehr stark selbst, verfallen in selbstbezogenes Grübeln, fühlen sich von anderen abgetrennt und isoliert und ziehen sich zurück. Übungen zum achtsames Selbstmitgefühl können hier helfen um achtsamer mit schmerzhaften Emotionen umzugehen (Achtsamkeit), sich mit Anderen verbundener zu fühlen (Mitmenschlichkeit) und sich selbst akzeptierend und wohlwollend gegenüber zutreten (Freundlichkeit mit sich selbst).

Mindfulness Self-Compassion (MSC) ist ursprünglich ein 8-Wochen Kurs der entwickelt wurde, die Fertigkeit des Selbstmitgefühls zu kultivieren. Er basiert auf der Forschung von Kristin Neff (University of Texas, US) und dem klinischen Fachwissen von Christopher Germer (Harvard Medical School, US). Stetig zunehmende Forschungsbefunde zeigen, dass größeres Selbstmitgefühl deutlich mit mehr emotionalem Wohlbefinden, weniger Angst, Depression und Stress und einem Aufrechterhalten von gesunden Lebensweisen, wie gesunder Ernährung und Sport, und zufriedenstellenden Beziehungen einhergeht.

In diesem Seminar werden Kernübungen und praxisnahe Alltagsübungen aus dem MSC Kurs vorgestellt und geübt.

Inhalte:

  • Einführung und wissenschaftliche Hintergründe zum achtsamen Selbstmitgefühl
  • Komponenten des Selbstmitgefühls
  • Praktische Übungen für die eigene Praxis sowie für den Einsatz mit Patienten (Achtsamkeitsübungen zum Selbstmitgefühl verschiedener Länge und Foki, praktische Übungen für den Alltag um Selbstmitgefühl zu üben)
Dieses Live-Webseminar findet über den Anbieter Zoom statt. Dafür ist ein Laptop/PC/Tablet mit Kamera & Mikrofon Voraussetzung. Der Zugangslink sowie weitere Infos folgen nach Anmeldung bzw. nach Zahlungseingang. Alle Teilnehmer/Videos sind während des Webseminars für die anderen Teilnehmer der Seminargruppe sichtbar und ein Austausch ist möglich. Für Webseminare gelten diese AGBs.

Yoga für Therapeuten und in der Therapie

Die positiven Effekte des Yoga bei zahlreichen Erkrankungen (Rückenschmerzen, Asthma, Bluthochdruck, depressiven Verstimmungen, Angstzuständen…) werden immer mehr durch wissenschaftliche Studien belegt. Daher sollte Yoga ein unbedingter Bestandteil in Therapie, Rehabilitation und Prävention darstellen.

In diesem Workshop sollen die Teilnehmer einen vertieften Einblick in die uralte Tradition des Yoga, und die unterschiedlichen Yogarichtungen erhalten. Es werden die vielfältigen Wirkungen des Yogas auf Körper und mentale Prozesse und die Möglichkeiten des Yogas in Therapie und Alltag verdeutlicht.

Darüber hinaus wird die Praxis großgeschrieben! Die Teilnehmer sollen vor allem aber über das praktische Yoga-Tun selbst erfahren, wie Yoga wirkt und wie Yoga an die individuellen Voraussetzungen angepasst werden kann. Dabei werden verschiedene Yogastile (Vinaysa, Ashtanga und Yin-Yoga), Atemtechniken, Abschlussentspannungen, Meditationstechniken und Mantras erprobt.

Durch die intensive therapeutische Tätigkeit und die zunehmende Arbeitsverdichtung im Therapiealltag ist es um so wichtiger, dass Therapeuten gut für sich sorgen. Yoga ist ein ganz wunderbares Instrument, um den Körper flexibler und kräftiger werden zu lassen, die Atmung zu vertiefen und zur inneren Ruhe, Gelassenheit und Klarheit zu kommen. Yoga kann Therapeuten also sehr gut in ihrer Belastbarkeit, Psychohygiene und Gesundheitsfürsorge unterstützen, um dem fordernden Berufsalltag gewachsen zu sein, um auch langfristig anderen Menschen helfen zu können.

Darüber hinaus sollen die Teilnehmer Ideen erhalten, wie sie Yoga in der Therapie sinnvoll einsetzen können.

Dies alles wird in dem Workshop durch kurze Theorieblöcke und ganz viel praktisches Yoga-Tun vermittelt und erprobt. Der Workshop soll dabei auch zur Inspiration, Entspannung und zum Kraft tanken genutzt werden!

Inhalte Theorie:

  • Geschichte des Yoga
  • Yogarichtungen
  • Wirkungen auf körperlicher und mentaler Ebene
  • Yoga bei diversen Erkrankungen und als Prävention
  • Yoga in allen Lebensaltern
  • Yoga in der Therapie
  • Yoga im (Berufs-)Alltag

Yoga-Praxis:

  • Sonnengrüße
  • Yoga-Asanas (Standhaltungen, Herzöffner, Vorbeugen, Rückbeugen, Hüftöffner, Drehpositionen, Stützhaltungen, Ausgleichsübungen)
  • Pranayama (Atemtechniken)
  • Abschlußentspannung, Yoga Nidra
  • Meditation
  • Mantras

 

Trauma, Nervensystem und körperliche Stabilisierung (Webseminar)

In unserem Arbeitsalltag begegnen uns Menschen, die mit extremen körperlichen Zuständen wie Übererregung (z.B. Angst, Panik, Unruhe, das Gefühl „innerlich zu Vibrieren“) oder Untererregung (z.B. Dissoziation, Müdigkeit, Antriebslosigkeit) zu tun haben. Ob als „traumatisiert“ diagnostiziert oder nicht: Im Umgang mit diesen Symptomen sind Stabilisierungstechniken hilfreich, die den Körper einbeziehen.

Es wird um einfache und flexibel einsetzbare körperliche Methoden gehen, die das Nervensystem beruhigen oder „ins Schwingen“ bringen – und nicht nur unseren Patient/Innen gut tun, sondern auch uns selber!

Wir werden klären, was „Trauma“ mit dem Nervensystem zu tun hat, dann Reaktionen des Nervensystems in selbsterfahrenden Übungen erforschen – und die Erfahrungen aus diesen Übungen auf Situationen im Arbeitsalltag übertragen.

Bitte mitbringen/bereitlegen: eine Decke, konkrete Fragen und Fallbeispiele – sowie die Bereitschaft, Erfahrungen mit dem eigenen Körper zu machen!
Hinweis: Inhalte und Übungen des Kurses können leicht für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen adaptiert werden!
Der Kurs findet als Live-Webseminar über den Anbieter Zoom statt. Dafür ist ein Laptop/PC/Tablet mit Kamera & Mikrofon Voraussetzung. Der Zugangslink sowie weitere Infos folgen nach Anmeldung bzw. nach Zahlungseingang. Alle Teilnehmer/Videos sind während des Webseminars für die anderen Teilnehmer der Seminargruppe sichtbar und ein Austausch ist möglich. Für Webseminare gelten diese AGBs.

Akzeptanz- und Commitment Therapie (Webseminar)

Die Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) wurde von Stephen Hayes als Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie entwickelt.

Das Verfahren eignet sich u.a. für rezidivierende, chronische psychische Störungen wie Schmerzstörungen, Depressionen, Angststörungen, etc. Patienten erlernen durch ACT eine größere psychologische Flexibilität, sodass sie schwierige Lebenssituationen besser meistern können.
Durch Übungen zu Achtsamkeit und Akzeptanz lernen sie besser mit schwierigen Gefühlen und Gedanken umzugehen. Durch die Herausarbeitung von Lebenswerten und Zielen können Patienten engagierter im Sinne ihrer Werte Handeln um ein zufriedeneres Leben zu führen. Auch Therapeuten profitieren von dem Ansatz.
Ausgehend vom ACT Modell bietet die ACT viele praktische Möglichkeiten die verschiedenen Bereiche (z.B. Akzeptanzübungen oder Wertearbeit) mit den Patienten zu üben.

In diesem Seminar bekommen die Teilnehmer eine Einführung in das ACT Modell sowie viele praktische Übungen zu den einzelnen Bereichen des ACT Modells, welche sie mit ihren Patienten anwenden können. Die Methode ist eine hilfreiche Ergänzung zur ergotherapeutischen Arbeit und anderen therapeutischen Methoden.

Inhalte:

  • Einführung in das ACT Modell
  • Praktische Übungen zur Anwendung von Strategien für die einzelnen Komponenten des Modells (z.B.erfahrungsbezogene Übungen, Metaphern, Achtsamkeitstechniken, zu den Themen Akzeptanz, Umgang mit schwierigen Gedanken, Herausarbeitung von Werten und Handlungsplänen)

Ziel: Die Teilnehmer bekommen eine Einführung in die theoretischen Grundlagen von ACT und können Strategien im Praxisalltag anwenden.

Dieses Live-Webseminar findet über den Anbieter Zoom statt. Dafür ist ein Laptop/PC/Tablet mit Kamera & Mikrofon Voraussetzung.  Der Zugangslink sowie weitere Infos folgen nach Anmeldung bzw. nach Zahlungseingang. Alle Teilnehmer/Videos sind während des Webseminars für die anderen Teilnehmer der Seminargruppe sichtbar und ein Austausch ist möglich. Für Webseminare gelten diese AGBs.

Achtsamkeit in der Ergotherapie (Webseminar)

Achtsamkeitsbasierte Ansätze werden zunehmend wissenschaftlich erforscht und zeigen vielerlei Effekte in der Behandlung von psychisch und psychosomatisch erkrankten Menschen sowie zu Gesundheitsförderung und Prävention. In der Psychotherapie sind sie längst etabliert und auch für die ergotherapeutische Arbeit stellen sie eine wertvolle Methode dar, um Betätigungsperformanz und Zufriedenheit zu unterstützen.

Im Seminar werden einführend theoretische Grundlagen zu Achtsamkeit vermittelt.

Der Fokus liegt auf der Erfahrung und Reflexion vielfältiger Übungen und Methoden zum achtsamen Umgang mit Körper & Sinnen, Gedanken, Gefühlen und Alltagssituationen. Dazu werden praktische Beispiele, Anleitungen und Tipps zur Umsetzung vermittelt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses stellt die Nutzung von achtsamkeitsbasierten Ansätzen im ergotherapeutischen Setting dar.

Offenheit und Neugierde für Selbsterfahrung und Erfahrungsaustausch sind hilfreich.

Inhalte:

  • Grundlagenwissen zu Achtsamkeit
  • Vorstellung und Erprobung von Achtsamkeitsübungen
  • Achtsamkeit als therapeutische Haltung
  • Achtsamkeit bei psychischen & psychosomatischen Erkrankungen
  • Einsatz im ergotherapeutischen Setting
Bitte beachten: Der Kurs findet als Live-Webseminar über den Anbieter Zoom statt. Dafür ist ein Laptop/PC/Tablet mit Kamera & Mikrofon Voraussetzung. Der Zugangslink sowie weitere Infos folgen nach Anmeldung bzw. nach Zahlungseingang. Alle Teilnehmer/Videos sind während des Webseminars für die anderen Teilnehmer der Seminargruppe sichtbar und ein Austausch ist möglich. Für Webinare gelten diese AGBs.